Formel E elektrisiert Zürich


Sebastien Buemi und Nelson Piquet zeigten spektakulären Sport auf den Strassen der Zürcher Innenstadt. (Bild: Formel E)
 
11. Juni 2018 agvs-upsa.ch – Das Auto mobilisierte am Sonntag die Massen in Zürich. Rund 150'000 Zuschauer säumten den knapp 2,5 km langen Kurs durch die Zürcher Innenstadt beim ersten Formel-E-Rennen in der Schweiz – Rekord auch für die Formel E.

srh. Damit hatten selbst die grössten Optimisten nicht gerechnet. Im rot-grün regierten Zürich drängten die Massen, um ein Autorennen zu sehen. Das erste Rundstreckenrennen in der Schweiz seit 64 Jahren. Und es war ein wahres Volksfest – bei strahlendem Sonnenschein. Den ganzen Tag drückten Zuschauer «gwundrig» ihre Nasen an die Gitter, die Autorennatmosphäre vermitteln. «Unser Monaco» nannte es Formel-E-CEO Alejandro Agag.

Zwischen den Trainings und dem Rennstart am Abend herrschte an den zahlreichen Ständen hektisches Treiben. Tibetische Teigtaschen, alle Formen von Burger, Fackelspiesse und natürlich Grillwürste lockten. Bei fast 30 Grad waren auch die Getränkestände sehr gefragt. Und je näher der Rennstart rückte, desto grösser wurde das Gedränge. Irgendwann schloss die Polizei die Zugänge zur Rennstrecke. Sicherheit hatte auch neben der Rennstrecke Vorrang.

Als dann um kurz nach 18 Uhr die Boliden mit dem Erlöschen der roten Ampel losbrausten, wurde dies von unzähligen Smartphones festgehalten. Einzige der Sound dürfte für viele noch gewöhnungsbedürftig sein – es erinnerte irgendwie an das Kinderzimmer und Carrera-Rennbahn. Das Pfeifen und der Speed der Boliden waren beeindruckend. Und das Rennen, das die meisten Zuschauer mangels genügend guter Sicht auf die abgesperrte Strecke auf den Grossbildschirmen am Seebecken verfolgten, bot mehr Spektakel als die Formel-1-Prozession, die einigen Stunden später in Montreal geradezu langweilig wirkte.

Die einzigen Sorgenfalten an diesem Tag gab es so bei einigen Organisatoren und Ausstellern rund zwei Stunden vor dem Rennstart. Auf dem Bürkliplatz, wo unter anderem Electrosuisse und auch Erdgas-/Biogas-Autos ihre Stände hatten, wurden eiligst Roll-ups zur Seite geräumt. MeteoSchweiz vermeldete auf seiner Wetter-App für 17 Uhr ein heftiges Gewitter. Die Aufregung war kurz und umsonst. Nichts störte den wunderbaren Renntag in Zürich. Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) hatte so gleich mehrfach Grund zur Freude: Sie durfte Sieger Lucas Di Grassi den Siegerpokal überreichen, das Zürcher Stimmvolk lehnte eine Vorlage ab, die die Zahl von Veranstaltungen in der Innenstadt drastisch einschränken wollte und schliesslich erhielt die Stadt Zürich von Formel-E-Hauptsponsorin ABB 30 Schnellladestationen geschenkt.
 

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Das Auto mobilisierte am Sonntag die Massen in Zürich. Rund 150'000 Zuschauer säumten den knapp 2,5 km langen Kurs durch die Zürcher Innenstadt beim ersten Formel-E-Rennen in der Schweiz – Rekord auch für die Formel E.

 
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