Benzin, Elektro oder Diesel – das Problem bleibt

9. Mai 2019 agvs-upsa.ch – Seit die Medien die Dieselthematik wälzen, wird der Dieselmotor auch wegen der Feinstaubwerte angeprangert. Doch die Antriebsart spielt höchstens eine untergeordnete Rolle.

srh. Die Motoren der Autos waren noch nie so sauber wie heute – vor allem, wenn es um Feinstaub geht. Deshalb wird die zuweilen krampfhaft vorangetriebene Elektrifizierung der Antriebe die Luft in den Städten kaum sauberer machen. Laut Jos Lelieveld, Direktor für Atmosphärenchemie am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, sind nicht Stickoxid- oder Kohlendioxid-Emissionen von Benzin- und Dieselmotoren das drängendste Problem. Es ist der Feinstaub, der für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Lungenkrebs oder Diabetes verantwortlich gemacht wird. 

Einen grossen Einfluss auf die Feinstaubemissionen haben die Fahrweise, die Breite der Reifen und die Strassenbeschaffenheit. Dabei trägt die zunehmende SUV-isierung des Fuhrparks mit grösseren und breiteren Reifen auch zu höheren Feinstaubwerten bei. Ralf Bertling, vom Fraunhofer Institut in Oberhausen schätzt, dass ein Reifen in einem Zeitraum von drei bis vier Jahren rund 1,5 Kilogramm an Gewicht verliert! Ausserdem verursache mehr Feinstaub, wer ständig bremse und übermässig viel Gas gebe, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Und letztlich: Sind die Strassen in einem schlechten Zustand, bedeutet dies ebenfalls mehr Partikel. Will heissen: Schmale Reifen auf intakten Strassen dienen der Gesundheit und der Umwelt – und sie senken natürlich den Spritverbrauch.
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