Hostettler lanciert eine eigene Fachveranstaltung

3. Dezember 2019 agvs-upsa.ch – Keine klassische Hausmesse, sondern ein Forum: Die Hostettler Autotechnik AG lanciert am 28. und 29. Februar 2020 erstmals die Autotechnik Days. Verschiedene Themenwelten sorgen für Wissensaustausch und Inspiration.

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abi. «Wir wurden praktisch zu unserem Glück gezwungen», sagt Marcel Stocker, Leiter Automotive bei der Hostettler Autotechnik AG und Verantwortlicher für die Autotechnik Days. Der Grund: Ab 2020 gibt es in der Halle 7 des Auto-Salons keine Aftermarket-Messe mehr. «Wir hatten zwar schon länger ein Konzept für eine eigene Veranstaltung im Kopf. Aber eine Präsenz am Auto-Salon und zusätzlich etwas Eigenes geht nicht.» Dieses Problem hat sich nun von selbst erledigt.

Daher fiel im Sommer der Entscheid, die Autotechnik Days zu lancieren. «Für uns ist klar, dass es Platz hat für eine Plattform mit Know-how-Transfer», sagt Stocker. So ist die Veranstaltung denn auch bewusst als Forum konzipiert worden, das den Besuchern einen breiten Mix aus Themen und Informationsformaten bietet. Damit grenzt sich Hostettler bewusst auch von den klassischen Hausmessen ab. «Wir möchten nicht, dass die Aussteller einfach ihren Stand aufstellen und ihre Firma präsentieren oder alles auf den Verkauf ausrichten», sagt Stocker. «Vielmehr sollen den Besuchern aktuelle Themen praxisbezogen nähergebracht und Produkte erlebbar gemacht werden.» Kurz: Es gibt keine Stände im klassischen Sinn, dafür aber Exponate, Seminare, Trainings und Workshops. «Wir haben unser Ziel erreicht, wenn die Besucher am Abend nach Hause gehen und sagen können, dass sie etwas gelernt haben und inspiriert worden sind.»

Die Autotechnik Days behandeln rund 60 verschiedene Themen, die in Themenwelten wie beispielsweise «Werkstatteinrichtung» gebündelt sind. Dabei geht es beispielsweise um die Wartung und Reparaturen von Luftfahrwerken, die Funktion und den Einsatz von E-Turbos oder Arbeiten am 48-Volt-Bordnetz. Aber auch kommerzielle Themen wie die Nutzung von elektronischen Wartungsheften, Online-Auftritte oder das Führen der Werkstatt mittels Kennzahlen stehen auf dem Programm. Garagisten, Lieferanten, Experten und die Industrie erhalten eine Plattform, um ihr Wissen zu transferieren.
 

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Dazu kommen Referate und Podiumsgespräche: Der Schweizer Autovisionär Frank Rinderknecht, Gründer von Rinspeed, wird genauso einen Auftritt haben wie Rennfahrer Marcel Fässler oder Berufsweltmeister Flavio Helfenstein. «Wir haben uns sowohl bei den Themen wie auch den Referaten gefragt, was die Garagisten interessieren könnte. Daraufhin haben wir passende Vertreter gesucht, die diese Interessen ganzheitlich beleuchten können.» 

Neben dem Informationskonsum soll aber auch der persönliche Austausch mit Branchenkollegen und den Mitarbeitern der Hostettler Autotechnik AG nicht zu kurz kommen. Dafür wird eine Begegnungszone aufgebaut.

Der Anlass findet an einem Freitag und Samstag statt. Beide Tage unterscheiden sich vom Programm her jedoch nicht. Damit sollen sowohl diejenigen angesprochen werden, die sich einen Tag frei nehmen, als auch diejenigen, die einen Wochenend-Tag bevorzugen. «Wir wollen unsere Kunden aus der ganzen Schweiz in Luzern begrüssen können», sagt Stocker. Deshalb ist unter anderem auch der Einsatz von Reisecars geplant. Es sollen jedoch nicht nur Hostettler-Kunden kommen. «Wir haben die Ambition, über die Themen eine breitere Öffentlichkeit anzusprechen.»

Die ersten Autotechnik Days finden am 28. Und 29. Februar in der Messe Luzern statt. Läuft alles nach Plan, wird der Anlass jährlich wiederholt. 

3 Fragen an Marcel Stocker, Leiter Automotive Hostettler Autotechnik AG

xxx_ha_stocker.jpgHerr Stocker, Hausmessen sind im Trend. Weshalb lanciert nun auch Hostettler einen eigenen Anlass?
Marcel Stocker: Dafür gibt es zwei Gründe. Einerseits gibt es am Auto-Salon in Genf in der Halle 7 keine Aftermarket-Messe mehr. Wir mussten uns eine Alternative suchen. Die Autotechnik Days sind also auch ein Ersatz für den Auto-Salon. Andererseits hatten wir selbst schon länger ein Konzept für eine eigene Veranstaltung im Kopf. Wir wollen ein Vakuum ausfüllen und haben den Zeitpunkt des Events so gewählt, dass wir vor dem Saisonstart im Frühjahr sind.

Die Autotechnik Days sollen sich bewusst von anderen Hausmessen abgrenzen. Was planen Sie?
Wir wollen den Besuchern aktuelle Themen praxisbezogen näherbringen. Sie sollen die Produkte in Aktion erleben, ausprobieren oder erfahren können. Das geschieht nicht über klassische Stände, sondern mittels Seminaren, Trainings oder Workshops. Denn was wir nicht wollen, sind Firmen-Präsentationen und reine Verkaufs-Veranstaltungen. Das ist ein neues Konzept und wir wissen nicht, wie es funktionieren wird. Wir müssen uns deshalb selbst überraschen lassen von der Dynamik, die entsteht, und davon, wie sich die Teilnehmer verhalten werden. Das wird spannend.

Wie laufen die Vorbereitungen?
Da der Entscheid für die Autotechnik Days erst im Sommer fiel, ist der Zeitdruck natürlich gross. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Aktuell klären wir die Bedürfnisse bezüglich Räumlichkeiten in der Messe Luzern. Das Programm wird sich bis zum Schluss weiterentwickeln. Das ist aber auch bewusst so geplant, damit wir auf aktuelle Ereignisse oder aufkommende Themen reagieren können. 
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