Kompetenz ist lernbar

5. Juli 2019 agvs-upsa.ch – Kundendienstberater nehmen in einer Garage eine entscheidende Rolle ein. Sie sind wichtiges Bindeglied zwischen Kunde und Werkstatt und entscheidend für Kundenloyalität und -zufriedenheit. Die sind jedoch genauso wenig eine Selbstverständlichkeit wie die dazu nötige Fachkompetenz. Daher lohnt sich der Lehrgang zum Kundendienstberater – und zwar für Mitarbeiter und Firma.

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pd./jas. «Wer in die Qualität und die Weiterbildung seiner Mitarbeiter investiert, wird als Betrieb mehr Erfolg haben», ist sich Antoine Chappuis, Ausbildungsdirektor am Centre Patronal in Paudex VD, sicher. Diese Erkenntnis sei in der Romandie vor allem im technischen Sektor leider noch nicht auf breiter Basis gereift. «Das Interesse an der Weiterbildung könnte grösser sein. Dabei ergibt sich daraus eine Win-Win-Situation. Sowohl Kursteilnehmer als auch Betrieb profitieren schliesslich durch die höhere Fachkompetenz», erläutert Chappuis.

Im Garagenbereich nehmen Kundenberater heute längst nicht einfach nur das Kundenauto entgegen. Gute Berater gehen auf die Anliegen der Kunden ein, glänzen durch Fachkompetenz und seriöse Beratung. Sie erstellen verbindliche Offerten und koordinieren die Aufträge mit dem Werkstattpersonal. So kann seitens der Werkstatt eine gute Arbeitsqualität erzielt werden und der Kunde wird nicht durch lange Wartezeiten oder unerwartete Kosten überrascht. Dies wirkt sich alles positiv auf die Kundenzufriedenheiten und -loyalität aus.
 
Diese Fachkompetenz fällt nicht vom Himmel. Sie kann aber problemlos mit einer Weiterbildung zum Kundendienstberater erlangt werden. In der Romandie hat man schon ab August/September die Chancen für Kurse am Centre Patronal in Paudex, um einen Fachausweis als Kundendienstberater im Automobilgewerbe zu erlangen. «Alle wichtigen Infos zu den Kursen findet man unter www.romandieformation.ch», erklärt Chappuis. Auch in der Deutschschweiz bieten zwei Bildungsinstitutionen die höhere Berufsbildung zum Kundendienstberater respektive zur Kundendienstberaterin im Automobilgewerbe mit eidgenössischen Fachausweis an: die Schweizerische Technische Fachschule in Winterthur (STFW) und die Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern (GIBB). Chappuis ergänzt: «Was viele Interessierte nicht bedenken oder wissen: Vom Bund erhält man substanzielle finanzielle Unterstützung für sein Weiterbildungsengagement.» Wird der Antrag nach absolvierter eidgenössische Prüfung gestellt, werden 50 Prozent der Kurskosten zurückerstattet. (Infos dazu unter: www.sbfi.admin.ch).

«Der Lehrgang ist durch den AGVS sehr klar strukturiert», hält der Ausbildungsdirektor am Centre Patronal in Paudex fest. So wird sichergestellt, dass schweizweit eine solide Basis gelegt wird. Die einzelnen Module wie Wirtschaftslehre, Rechnungswesen, Administration und Informatik, Offerten- und Auftragswesen, Marketing und Handel, Personal und Organisation, Recht und Versicherungen, Kalkulation sowie Arbeitstechnik und Kommunikation werden sehr praxisnah vermittelt. Äusserst hilfreich für die Teilnehmer des Lehrgangs ist zudem der Erfahrungsaustausch. Da die Teilnehmenden aus ganz unterschiedlichen Betrieben (Carrosserie, Nutzfahrzeugbetriebe, Gross- und Kleinbetriebe…) kommen, erhalten sie Einblicke, die auch für den eigenen Betrieb spannend sein könnten – genau wie natürlich die ganze Ausbildung zum Kundendienstberater im Automobilgewerbe.
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