Massives Wachstum im September

2. Oktober 2019 upsa-agvs.ch – Der Markt für Neuwagen in der Schweiz und in Liechtenstein ist zurück in der Gewinnzone. Im September wurden 24'219 Fahrzeuge immatrikuliert, ein Plus von 18,7 Prozent zum Vorjahresmonat, der von Lieferschwierigkeiten aufgrund neuer Abgasnormen geprägt war.

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pd. Dank einem massiven Verkaufsschub im September sind die Immatrikulationen von Neuwagen in der Schweiz und in Liechtenstein nach neun Monaten und mit insgesamt 226'310 Neuzulassungen erstmals wieder leicht im grünen Bereich. Im vergangenen Monat wurden in den beiden Ländern 24'219 Fahrzeuge erstmals immatrikuliert, ein sattes Plus von 18,7 Prozent zum Vorjahresmonat. Eindrücklich auch die Anzahl an neuen Personenwagen mit Alternativantrieb, sie wächst um drei Viertel.

Die Entwicklungen am Auto-Markt im abgelaufenen Monat zeigen deutlich, welche Auswirkungen die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure) im vergangenen Jahr hatte. Damals waren einige Modelle nur verzögert lieferbar, da die neuen Abgastests für sämtliche Motor-/Ausstattungsvarianten durchgeführt werden mussten. Mit dem grossen Plus im September wird auch sichtbar, dass die Hersteller offenbar aus den letztjährigen Erfahrungen gelernt haben und die zweite Welle der WLTP-Einführung zum 1. September dieses Jahres gut meistern können. Seit dem vergangenen Monat dürfen nur noch neue Personenwagen in die Schweiz importiert werden, die über die Abgasnorm Euro 6d-TEMP verfügen. Unterstützend wirkte im September auch ein zusätzlicher Arbeitstag zum Vorjahresmonat.

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«Das ist ein toller Quartalsabschluss und gibt Rückenwind für die letzten drei Monate des Jahres», freut sich Christoph Wolnik, Mediensprecher von auto-schweiz. «Die Zuwächse im September haben unsere Erwartungen sogar leicht übertroffen, auch wenn das Plus an sich nach der WLTP-Delle im Vorjahr nicht überraschend kommt.» Da auch die letzten drei Kalendermonate 2018 jeweils deutlich unter dem jeweiligen Vorjahresmonat gelegen hätten, rechne auto-schweiz mit weiteren positiven Vorzeichen bis zum Jahresende, ergänzt Wolnik: «So sollte unser Ziel von rund 308'000 neuen Personenwagen für das Gesamtjahr gut erreichbar sein.»

Unterdessen schreitet das Wachstum der Alternativ-Antriebe weiter voran. Mit 16,2 Prozent Marktanteil im September wurde erneut ein Rekord für einen Einzelmonat aufgestellt, die Zahl entsprechender Immatrikulationen hat sich mit 3'921 im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr als verdoppelt. Seit Jahresbeginn kamen 26'274 neue Personenwagen mit Hybrid-, Elektro-, Gas- oder Brennstoffzellen-Antrieb auf die Strasse, 75,5 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten 2018. Dabei wuchsen Hybrid-Motorisierungen um 54,4 Prozent, Elektroautos um 153,9 Prozent und CNG-Modelle um 18,2 Prozent. Der Anteil an Steckerfahrzeugen (rein elektrische Modelle und Plug-in-Hybride) am Gesamtmarkt liegt bei 4,9 Prozent, nach 2,9 Prozent in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Angesichts des stark wachsenden Modellangebots geht auto-schweiz fest von der Erreichung des eigenen «10/20»-Ziels aus, einem zehnprozentigen Marktanteil der Steckerfahrzeuge am Neuwagenmarkt 2020.
 
 

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