Zahl der Woche

Ladestationen

Zahl der Woche

15. April 2022 agvs-upsa.ch – Zahlen bringen Sachverhalte auf den Punkt. Jede Woche blicken wir hinter eine Ziffer. Dieses Mal geht es um die Anzahl neuer E-Ladestationen.
 
zdw_ladestation_920x500px.gifQuelle: Audi/Ford/Volvo

pd/jas. Die Automobilindustrie hat bereits Hunderte emissionsarme oder emissionsfreie Modelle auf den Markt gebracht. Sie ist jedoch genauso wie Auto-Schweiz unzufrieden mit dem Ausbau der Lademöglichkeiten für Elektro- oder auch Plug-in-Hybridmodellen. In der Schweiz kamen Ende 2020 zwölf Steckerfahrzeuge auf eine Ladestation, Ende 2021 waren es bereits 17 Stück. «Vom idealen Verhältnis von 1 zu 10 entfernen wir uns damit immer mehr», gibt François Launaz, Präsident von Auto-Schweiz, zu bedenken. Er fordert daher, dass u.a. die Hürden bei der Erstellung von privater Ladeinfrastruktur für Mieter und Stockwerkeigentümer abgebaut werden. «Ohne ein Recht auf Laden, wie dies in den Nachbarländern wie Deutschland oder Frankreich bereits besteht, wird die Schweiz als ‹Land von Mietern› grosse Probleme beim weiteren Wachstum der Elektromobilität bekommen.»
 
Damit liegt er voll auf der Linie der grössten Automobilhersteller Europas, die sich ebenfalls sehr besorgt über den schleppenden Aufbau der Infrastruktur äussern. Der Absatz von elektrisch aufladbaren Fahrzeugen hat sich in den letzten fünf Jahren europaweit verzehnfacht und erreichte im vergangenen Jahr 1,7 Millionen Einheiten. Die Zahl der öffentlichen Ladestationen in der EU stieg im gleichen Zeitraum aber lediglich um das 2,5-fache. Während Hersteller, Importeure und Garagisten also ihre Hausaufgaben gemacht haben und dafür sorgen, dass mehr Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle über Europas Strassen kurven, hinkt der Infrastrukturbereich hinterher – und zwar massiv!
 
362160_v2x_suisse.jpgHonda und die Projektgruppe «V2X Suisse» erforschen, wie elektrobetriebene Fahrzeuge zum Ausgleich von Energieangebot und -nachfrage beitragen können: 50 Honda-Elektrofahrzeuge werden im Rahmen eines grossflächigen Pionierversuchs in der Schweiz eingesetzt. Quelle: Honda

Nach einer neuen branchenübergreifenden Untersuchung, die auf einer Analyse des Beratungsunternehmens McKinsey beruht, wären bis 2030 europaweit bis zu 6,8 Millionen öffentliche Ladepunkte erforderlich, um die von der Politik angestrebte CO2-Reduktion von 55 Prozent bei den Personenwagen zu erreichen. Diese Anzahl an E-Ladestationen ist fast doppelt so hoch wie die von der Europäischen Kommission in ihrem Vorschlag für eine Verordnung über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) vorgeschlagene Zahl, die derzeit im EU-Parlament und -Rat verhandelt wird. Sie würde zudem bedeuten, dass pro Woche in Europa bis zu 14’000 öffentliche Ladepunkte für alle Fahrzeugsegmente installiert werden müssten – aktuell sind es jedoch weniger als 2000 pro Woche!
 
Quelle: www.acea.auto
 
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