Zum Waschen noch ein Burger

Allemann Performance in Aadorf

Zum Waschen noch ein Burger

22. Juli 2021 agvs-upsa.ch – Mit «Cars & Grill» und vollautomatischer Waschstrasse sowie Lanzenwaschplatz von Kärcher sorgt der AGVS-Garagist Yves Allemann dafür, dass in seiner Aadorfer Garage seine Kunden auf ihre Kosten kommen. «Nid chlöne, mache!», lautet seine Devise und die scheint sich für den Tuningspezialisten auszubezahlen. 

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AGVS-Garagist Yves Allemann (links) und Michael Hagen, Projektleiter/Verkauf Anlagetechnik bei Kärcher, in der neuen Waschanlage. Fotos: AGVS-Medien

jas. «Ich will, dass mein Betrieb zu einem Treffpunkt wird», erläutert der Thurgauer AGVS-Garagist und Veredelungsspezialist Yves Allemann. Diesen braucht die Szene, denn für Besitzerinnen und Besitzer von getunten und individualisierten Fahrzeugen wird es immer schwieriger, sich irgendwo zu treffen. Autoposer, die nachts mit offenen Klappen durch Wohnquartiere donnern, sind zu Recht in den Fokus der Polizei gerückt. Sie erschweren jedoch mit ihren «Auftritten» all denjenigen das Leben, die viel Herzblut in die Individualisierung ihrer Fahrzeuge stecken und sich mit Gleichgesinnten austauschen wollen. «Bei mir sollen sich Tuningfans ohne Vorurteile treffen können.» Allemann sieht darin eine grosse Chance für seinen Betrieb im Industriequartier, weniger als drei Kilometer von der Autobahnausfahrt Matzingen entfernt.

Seit 2007 entwirft der geschäftstüchtige Familienvater Tuningprodukte für Modelle aus dem VW-Konzern und weitere deutsche Marken. Dies so erfolgreich, dass Allemann Performance zu einem klingenden Namen in der Szene geworden ist. «Ich hätte nie gedacht, dass mir Personen einmal Geld für einen Aufkleber mit meinem Namen auf ihrem Fahrzeug zahlen», meint er zufrieden. Der Erfolg stellte sich nicht einfach so ein, «man muss Ideen haben und etwas machen», erläutert der Garagist hinter der Theke und zeigt auf eine Holzplattform für Tische und Stühle, die nun auf der einen Seite des fast 1000 Quadratmeter grossen Schauraums steht. Hier wird gerade seine neuste Idee Wirklichkeit: «Cars & Grill». 

Allemann integriert in seinen Betrieb ein Burger-Restaurant, das zum Verweilen einlädt. Für den passionierten Hobbykoch darf es nicht einfach irgendein Burger sein, daher hat er sich für erstklassiges Fleisch aus der Region und spezielle Kreationen mit klingenden Namen entschieden. Etwa einen Ferrari-Scuderia-Burger, Mercedes-AMG-Burger oder einen Toyota-Supra-Burger – letzterer mit Wasabi-Mayonnaise logischerweise. Passend auch der Name für den veganen Burger auf der Karte des AP Café, den Tesla-Burger. «Corona hat uns immerhin genügend Zeit gegeben, die verschiedenen Varianten zu testen», erläutert Allemann.

Die Namen der Burger machen auch klar: Allemann und sein Team lieben schnelle und leistungsstarke Fahrzeuge und bauen und entwickeln sie ebenfalls. Ihr letztes Projekt ist der wie die gleichnamige Filmfigur in knalligem Kyalamigrün gehaltene, muskelbepackte Audi «Angry Hulk». Das Grün wurde im Innenraum bei Griffelementen, Türverkleidung mit Wabbensteppung, Mittelkonsole, Bodenteppichen und Sitzen durchgezogen. Spezielle 22-Zoll-Alufelgen, 40-Millimeter-Tieferlegung und lackierte Keramik-Bremssättel machen den Audi RSQ3 mit nun 500 PS zu einem absoluten Unikat. Weitere stehen im grossen Schauraum. Hier hängt zudem ein beeindruckendes Angebot an Sportfelgen an der Wand und es gibt eine exklusive Ausstellung an älteren Modellen aus der Manufaktur von Allemann Performance. 

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Vielfältiges Felgenangebot und leistungsstarke Modelle im Schauraum.

Einen Stock tiefer arbeiten elf Mitarbeitende an Kundenfahrzeugen. Unter diesen «Kellerkinder» sind auch zwei Lernende, die bald zum QV antreten. «Wir sind ein Lehrbetrieb und bieten ein breites Spektrum an Arbeiten – von Individualsierungen über Leistungssteigerungen, Adaptionen für den Rennsport, Aufpolsterungen von Lenkrädern, Folieren bis hin zu einem normalen Service oder Reifenwechsel gehört da alles dazu», erklärt der 44-Jährige. «Gute Leute sind in unserem Bereich nicht einfach zu finden, daher bildet man sie am besten selbst aus. Ich freue mich sehr, dass die beiden Lernenden nach dem QV weiter bei mir arbeiten werden.»

Der bei einer Vorbeifahrt fast unscheinbare Flachbau im Hinterthurgauer Industriequartier ist nur einer von Yves Allemanns Betrieben. Der Thurgauer ist auch in den USA und in Dubai mit Allemann-Stützpunkten vertreten und verkauft hier die eigenen Software-Angebote. Was vielleicht für einen Tuner komisch klingen mag, aber im Nahen Osten zieht vor allem eine Software-Applikation von Allemann Performance, mit der man über Smartphone die Leistung seines Fahrzeugs drosseln kann. «Dank des Kids- oder Valet-Parking-Modus stellt man sicher, dass mit seinem Fahrzeug keine Spielchen getrieben werden, wenn man nicht selbst am Steuer sitzt», so Allemann. Selbstverständlich gibt es auch eine Funktion, mit der man sein Gaspedal auf Knopfdruck ebenfalls zur schnelleren Reaktion verleiten kann – schliesslich kennt Allemann die Wünsche seiner Kunden bestens und ergänzt schmunzelnd «ich bin ja selbst kein ‹Engeli›.»
 
Aber sicher ein cleverer Geschäftsmann, der beispielsweise auch für Elektro-Fahrer schon zwei Ladestationen am Installieren ist und früh den Bedarf für eine gute Waschanlage erkannte, die zum Treffpunkt für seine Kundinnen und Kunden werden soll. Allemann hat sich dabei schliesslich für eine «Klean!Star iQ» von Kärcher entschieden, die dank ihres speziellen Radwaschsystems und einzigartigen Seitenbürsten auch bei spezielleren Konturen für saubere Resultate sorgt. Die Felgen werden hier nicht von einem Radteller erfasst und gereinigt, sondern ein Planetenradwäscher mit drei rotierenden und ihre Rotationsrichtung ausserdem ändernden Bürsten, die sich bis in die kleinsten Ecken einer Felge vorarbeiten. Dadurch sorgt die Anlage auch bei besonders grossen Felgen oder Felgen an grösseren Fahrzeugen, die sonst nicht immer ideal erfasst werden können, für ein perfektes Waschresultat. 

Michael Hagen, Projektleiter/Verkauf Anlagetechnik bei Kärcher, erläutert eine weitere Spezialität der Anlage: «Sie produziert aktuell sehr viel Schaum, das ist ein Kundenwunsch. Wir haben zwar fast 20 Jahre versucht für ein optimales Waschresultat den Schaum zu minimieren. Nun schaffen wir beides. Perfektes Resultat und trotzdem viel Schaum, so wie es sich der Kunde wünscht.» Währenddessen die Bürsten rhythmisch am Kreisen sind, wird es bald auch den passenden Sound über die Musikanlage dazu geben. Denn genau wie die Garage, das Burger-Restaurant oder der Shop mit den Merchandise-Shirts ist auch die Portalwaschanlage im Allemann-Performance-Style durchdacht und designt. «Wir haben wegen des sehr kalkhaltigen Wassers hier in Aadorf extra eine Entkalkungsanlage installiert», erläutert Allemann, der sich erfreut zeigt, dass die meisten seiner Kunden sich bislang fürs Luxusprogramm entscheiden. Zudem hat sich gut einen Monat nach der Eröffnung in der Szene bereits rumgesprochen, dass es im Thurgau eine Portalwaschanlage gibt, die sehr sorgfältig mit getunten Fahrzeugen umgeht und ausgezeichnete Resultate liefert. Und wer der Kärcher-Portalwaschanlage trotz allem immer nicht auf Anhieb traut, hat in der Box daneben immer noch die Möglichkeit, seinen individualisierten Traum auf vier Rädern mit Waschlanze und Waschbürste selbst zu reinigen.

Speziell ist im Hinterthurgau die Unterbodenwäsche. Die wurde extra nochmals um ein paar Zentimeter tiefer abgesenkt, um bei Spoilern oder besonders tief gelegten Fahrzeugen kein unnötiges Risiko einzugehen. Die Premiumwaschanlage von Kärcher hat zudem seitliche Hochdruckdüsen, die Schmutz selbst aus speziell geformten Sicken bringen, sowie intelligente Seitenbürsten. Diese umschlingen in fünf bis sieben Segmente unterteilt die Kontur der Fahrzeuge, was ebenfalls für bessere Waschresultate sorgt. Eindrücklich auch der Winkel, mit dem die beiden Bürsten im Heck der Fahrzeuge zu Werke gehen und so normalerweise schwer zu erreichende Stellen im Heckscheiben- und Dachspoiler-Bereich sauberkriegen. «Praktisch ist, dass wir für unsere eigenen Fahrzeuge, die selten gross verschmutzt sind, auch ein individuell programmierbareres Set-up haben. Es ist sogar schneller – so verlieren wir weniger Zeit», erklärt Allemann zufrieden. Gezahlt werden kann mit allen gängigen Karten oder natürlich der VIP-Karte von Allemann Performance mit QR-Code. Eignet sich die Anlage eigentlich auch für Mattlacke? Oder glänzt nach der Wäsche plötzlich was? Michael Hagen und Yves Allemann lachen und der Garagist erklärt: «Zum Glück nicht. Die Anlage liefert auch hier ausgezeichnete Resultate. Übrigens auch bei folierten Fahrzeugen.» Kärcher-Spezialist Hagen ergänzt: «Bei den Mattlacken sind die Trocknungsmittel der Knackpunkt, denn jedes davon enthält einen gewissen Wachsanteil, was am Schluss das Glänzen verursacht.

Hier läuft zum Glück alles rund, genauso wie nebenan bei der Lanzenanlage, die mit speziellem Osmose-Wasser gespeist wird, damit beim Trocknen nachher keine lästigen Kalkflecken zurückbleiben.» Und während der Garagist zu den zwei für eine gründliche Innenraumreinigung bereitstehenden Kärcher SB-VC-1-Staubsaugern schreitet, meint er abschliessend vielsagend: «Ich denke, in zehn Jahren wird es noch die eigentlichen Markenhändler und Garagisten geben, die sich mehr auf Oldtimer konzentrieren, oder solche, die primär auf Individualsierungen setzen – wer stehenbleibt und nichts wagt, wird es kaum schaffen…» 
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