Eine Arbeitsmoral, die auch Garagisten inspiriert

Perfektion täglich (vor)leben

Eine Arbeitsmoral, die auch Garagisten inspiriert

18. Januar 2022 agvs-upsa.ch – Der World Chocolat Master David Pasquiet strebt in seiner Arbeit nach Perfektion und beantwortet jeden Kundenkommentar persönlich. Warum, das teilte er per Videochat mit. 

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cym. Was Schokolade und den Garagisten verbinde, sei der Kunde. Das erläuterte der Walliser Chocolatier David Pasquiet im Videochat. Pasquiets Werdegang beeindruckt, seine Kunstwerke aus der süssen Kakaomasse noch mehr. Sein Streben nach Perfektion bringt ihn dazu, mitten in der Nacht ins Labor in Siders (Wallis) zu fahren und nach dem Rechten zu sehen. 30 Tonnen Schokolade werden dort jährlich verarbeitet. Das Labor ist mit Fensterfronten ausgestattet. Das heisst, man sieht das Team beim kreativen Arbeiten. Transparenz sei wichtig, so Pasquiet. «Man muss mit dem Kunden offen sein und transparent kommunizieren.» Er erhalte beispielsweise viele Kommentare und Antworten auf den sozialen Netzwerken und beantworte jede Anfrage selbst. 

Dann lieferte er ein Beispiel aus seiner eigenen Erfahrung mit einem Garagisten. «Mein erstes Auto, das ich für mein Unternehmen gekauft habe, hat mir auch aufgezeigt, wie man mit Kunden umgehen sollte.» Er habe sich einen doch recht preiswerten Dacia gekauft und trotzdem habe sich der Garagist die Mühe genommen, ihn etwa zwei Wochen nach dem Kauf zu kontaktieren und zu fragen, ob alles OK sei. «Diese kleine Geste hat mich sehr gefreut und genauso so sollte man mit einem Kunden umgehen.» Man sollte ihn trotz des Internets nicht vernachlässigen, macht Pasquiet klar. «Der Kunde gibt uns unsere Arbeit.» Das gelte für ihn als Chocolatier aber auch für die Garagisten. «Ich war sehr überrascht, als ich die Anfrage für einen Auftritt am Tag der Schweizer Garagisten gekriegt hatte. Zuerst dachte ich, man hat sich in der Emailadresse geirrt. Aber danach habe ich den Hintergrund verstanden und weiss es sehr zu schätzen, dass ich hier sprechen darf.»

Pasquiets Erfolgsweg begann vor 15 Jahren. Damals hatte er noch wenig Ahnung von Schokolade. «Wir wollten etwas Neues anbieten, originell sein und ein qualitativ hochwertiges Produkt herstellen», sagte der Autodidakt. Die Grosskonzerne würden 80 Prozent der Bedürfnisse nach Schokolade abdecken. «Aber unser Handwerk geht bis ins Detail», so der Schokoladenmeister. «Was wir machen, kriegt keine Maschine hin!» 2016 eröffnete er bereits die dritte Filiale. Drei Jahre zuvor wollte er sich erstmals mit diplomierten Chocolatiers messen. «Ich habe die Schweizer Berufsweltmeisterschaft gewonnen und konnte so an der Weltmeisterschaft der Chocolatiers teilnehmen, das hat mir sehr geholfen und auch ein Netzwerk eröffnet, in dem man über neue Techniken und neue Möglichkeiten spricht.» 

Über seine nächsten Schritte habe er sich nie viele Gedanken gemacht, sondern einfach gemacht. Man müsse risikofreudig sein, Selbstvertrauen haben und wissen, dass die eigene Arbeit gut sei, dann würde sich alles von allein ergeben. Und das Wichtigste: Niemals aufzugeben. Schulisch sei er keine Leuchte gewesen, aber er hätte andere Fähigkeiten mitgebracht. Seine Eltern hätten trotz der schlechten Noten immer an ihn geglaubt. «Das hat mein Vertrauen in meine Arbeit gestärkt.» Auch heute noch geht er daher, wenn er eine Idee hat, den Weg bis zum Ende – immer!
 
Die ausführliche Berichterstattung zum «Tag der Schweizer Garagisten 2020» lesen Sie im AUTOINSIDE 2/2022.



Alles über den «Tag der Schweizer Garagisten» 2022
erfahren Sie hier.

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